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„In der Kürze liegt die Würze“ – Deine LinkedIn-Headline als Markenbotschaft

  • Autorenbild: Alexandra Zilke
    Alexandra Zilke
  • 14. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März

„In der Kürze liegt die Würze“ – ein Zitat, das fast schon zu einem Mantra geworden ist, wenn es um Kommunikation geht. Und gerade in der Welt von LinkedIn, wo du nur einen kurzen Moment hast, um Eindruck zu hinterlassen, wird es besonders wichtig. Deine Headline ist der erste, entscheidende Punkt, den Menschen auf deinem Profil sehen. Nur 120 Zeichen – nicht mehr, nicht weniger. Es ist ein schmaler Grat zwischen einer flachen Vorstellung und einer Aussage, die auf den Punkt bringt, was du kannst, wer du bist und was du für andere tun kannst.


Doch wie formulierst du diese prägnante Botschaft so, dass sie Wirkung zeigt? Und vor allem: Wie vermeidest du die typische „Ich-bin-Manager-und-Experte“-Floskel und machst stattdessen aus deiner Headline eine Einladung, mehr über dich zu erfahren? Hier kommt der Schlüssel: Deine Headline ist deine Chance, dich als Marke zu präsentieren. Und wie bei jeder starken Marke zählt jedes einzelne Wort.


Warum deine Headline mehr als ein Titel ist

Stell dir vor, du blätterst durch LinkedIn und siehst nur Profile, die „Marketing Manager“, „Sales Director“ oder „Software Developer“ als Headline tragen. Was fällt dir auf? Nichts. Diese Headline sagt wenig über die Person dahinter aus – und noch weniger über den Mehrwert, den sie für ihr Netzwerk bieten kann. Dabei könnte genau hier der entscheidende Moment liegen, um dir Gehör zu verschaffen.


Die Headline ist der Raum, den du hast, um eine Botschaft zu vermitteln. Du bist in einem kompetitiven Umfeld.

Laut einer Studie von LinkedIn erhalten Profile mit einer aussagekräftigen Headline bis zu 36% mehr Klicks als solche mit einer Standardbezeichnung. (Quelle: LinkedIn 2021). Und das ist nur ein Beispiel dafür, wie wichtig dieser kleine, aber kraftvolle Abschnitt auf deinem Profil ist.

So machst du deine Headline einzigartig


  1. Expertise mit Twist

    Die Standardformel lautet: Berufsbezeichnung + Unternehmen. Damit wirst du höchstens den Standard bedienen. Setze stattdessen auf deine Kernkompetenz und zeige den Mehrwert, den du bringst. Anstatt „Projektmanager bei XY“, könnte deine Headline so klingen: „Projektmanager, spezialisiert auf agiles Change Management in internationalen Teams“. So verstehst du auf einen Blick, was du tust und für wen.


  2. Zahlen für Beweise Zahlen sind nicht nur für die Bewerbung in der Finanzwelt von Bedeutung. Sie sprechen eine klare Sprache und machen deine Headline konkreter. Ein Beispiel: „SEO-Experte | Steigerung der organischen Reichweite um 60 % in 6 Monaten“. Hier weiß jeder sofort, dass du keine leeren Versprechungen machst – du lieferst Ergebnisse.


  3. Einladung statt Info Deine Headline sollte nicht nur informieren, sondern auch zum Handeln anregen. Nutze die Möglichkeit, deinen Leser direkt anzusprechen, ohne zu aufdringlich zu wirken. Statt einfach „Berater für Digitalisierung“ zu schreiben, könntest du sagen: „Digitalisierungsberater | Helfe Unternehmen, ihre Prozesse effizient zu transformieren“. Diese Headline ist spezifischer und spricht das Bedürfnis deiner Zielgruppe direkt an.


  4. Fokus auf deine Zielgruppe Wenn du weißt, für wen du deine LinkedIn-Präsenz optimierst, dann sprich diese Zielgruppe auch direkt an. Bist du etwa auf Jobsuche? Oder möchtest du dich als Thought Leader etablieren? Deine Headline kann darauf abgestimmt werden. Eine Headline für eine Führungskraft könnte folgendermaßen lauten: „Executive Coach | Mentoring für Führungskräfte, die nachhaltig und authentisch führen wollen“.

Wie du deine Headline gezielt entwickelst

Es gibt eine einfache Technik, die dir hilft, deine Headline gezielt zu formulieren. Sie nennt sich das „Problem-Solution“-Modell. Überlege dir, welches Problem deine Zielgruppe hat und wie du es lösen kannst – und baue das in deine Headline ein. Beispiel:

Grafik Problem-Lösung Modell

Deine Headline könnte dann so aussehen: „Digital Marketing | Mehr Reichweite mit maßgeschneiderten Plänen“. Du gehst das Problem direkt an und bietest gleichzeitig die Lösung an – eine klare Einladung, mehr über dich zu erfahren.


Verknüpfe Headline und Profil

Die Headline ist ein Teil deines LinkedIn-Profils, aber sie ist nur der Anfang. Um deinen gesamten Profilauftritt abzurunden, solltest du die anderen Bereiche deines Profils darauf abstimmen. Dein „Über mich“-Text sollte beispielsweise deine Headline vertiefen und mehr über deine Motivation und Expertise erzählen (für mehr dazu schau dir meinen Post: „Wie du den perfekten ‚Über mich‘-Text für dein LinkedIn-Profil schreibst“ an). Auch die Darstellung deiner Berufserfahrungen sollte klar auf die in deiner Headline formulierte Botschaft einzahlen und mit konkreten Ergebnissen untermauert werden (mehr darüber liest du in meinem Post: „So stellst du deine Berufserfahrung auf LinkedIn optimal dar“).


Wenn du das gesamte Potenzial deines LinkedIn-Profils nutzen möchtest, dann solltest du nicht nur die Headline, sondern auch andere entscheidende Bereiche deines Profils genau unter die Lupe nehmen. In meinem Post: „Erfolgreiches LinkedIn-Profil erstellen und optimieren: Dein Schlüssel zu mehr Sichtbarkeit und Karrierechancen“ findest du eine umfassende Anleitung, wie du das Beste aus deinem gesamten LinkedIn-Profil herausholst.


Deine Headline als Markenzeichen

Deine Headline ist dein Werbeschild – und das erste, was die meisten potenziellen Geschäftspartner, Arbeitgeber oder Kollegen sehen werden. Nutze die 120 Zeichen, die dir zur Verfügung stehen, um dein Expertenprofil prägnant und überzeugend zu präsentieren. Vermeide leere Floskeln, setze auf Mehrwert und sprich deine Zielgruppe direkt an.


Deine Headline ist mehr als nur eine Berufsbezeichnung. Sie ist deine Chance, deine Expertise klar zu positionieren und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Wenn du diese Chance richtig nutzt, wirst du feststellen, wie viel mehr Sichtbarkeit du auf LinkedIn gewinnen kannst – und vor allem: wie viel leichter es wird, die richtigen Kontakte zu knüpfen und berufliche Chancen zu ergreifen.


Mach den ersten Schritt

Überarbeite deine Headline und mache sie zu deiner Markenbotschaft. Du wirst erstaunt sein, wie viel mehr Resonanz du erhältst. Und vergiss nicht, auch die anderen Bereiche deines Profils zu optimieren – du hast nur einmal die Chance auf den ersten Eindruck!



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