Der „Über mich“-Bereich – Deine persönliche Geschichte
- Alexandra Zilke
- 15. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. März

Du hast 2.000 Zeichen. Zwei. Tausend. Und das ist deine Chance, dich zu zeigen. Dein "Über mich"-Bereich auf LinkedIn ist mehr als nur eine formelle Vorstellung. Es ist dein digitales „Ich“, deine Chance, die Menschen hinter den Zahlen und Jobbezeichnern zu erreichen. Dein LinkedIn-Profil ist wie eine Visitenkarte, aber viel mehr als das: Es ist die Bühne, auf der du dich selbst als Marke inszenierst. Und der „Über mich“-Bereich? Das ist der Moment, in dem du die Zuschauer in deinen Bann ziehst, ihre Aufmerksamkeit gewinnst und sie dazu einlädst, mehr zu erfahren.
Das Problem? Viele lassen das Potenzial liegen. Sie listen Jobs auf oder schreiben trockene Fakten. Das ist kein Fehler, aber es hebt dich nicht ab. Deine Geschichte ist einzigartig – nutze sie, um Kontakte zu knüpfen, Interesse zu wecken und zu zeigen, was du wirklich draufhast.
Warum der „Über mich“-Bereich zählt
Der „Über mich“-Bereich auf LinkedIn ist dein Moment, dich persönlich vorzustellen. Du kannst hier zeigen, wer du wirklich bist und was dich antreibt. Für viele LinkedIn-Nutzer ist dieser Abschnitt der entscheidende, um aus der Masse hervorzutreten. Wenn du diese Möglichkeit richtig nutzt, kannst du den Unterschied zwischen einem eher langweiligen Profil und einem, das sofort auffällt, ausmachen.
Eine Studie von LinkedIn zeigte, dass Profile mit einem gut formulierten „Über mich“-Text eine viel höhere Chance haben, zu Interaktionen zu führen. Menschen möchten Geschichten hören, und besonders im digitalen Raum, wo der persönliche Kontakt oft fehlt, gewinnen diejenigen, die sich authentisch präsentieren.
Ein Beispiel: Statt „Ich bin Projektmanagerin mit 10 Jahren Erfahrung“ könntest du schreiben, wie du Prozesse umbaust, Teams zusammenhältst und Ergebnisse lieferst – mit einem Hauch von dir selbst. Das bleibt hängen.

So baust du deine Geschichte auf
Beginne mit dem „Warum“
Menschen wollen wissen, was dich bewegt. Nicht nur, was du tust, sondern warum. Was hat dich auf diesen Weg gebracht? Was treibt dich an? Das ist dein emotionaler Haken – der Teil, der Leser packt. Sei ehrlich, aber prägnant.
Beispiel: „Mir geht’s darum, Unternehmen voranzubringen – mit Strategien, Projekten oder digitalen Lösungen. Ich habe mein Potenzial erkannt, und andere haben mich ins Tiefe geworfen. Da blühe ich auf.“
Das zeigt Motivation ohne Schnörkel und macht neugierig.
Zeige deinen Weg – mit Höhen und Tiefen
Perfekte Erfolgsgeschichten wirken unecht. Teile Herausforderungen, die du gemeistert hast – sie machen dich nahbar. Was hat dich geprägt? Wie hast du Probleme gelöst? Verbinde das mit Erfolgen, ohne zu prahlen.
Beispiel: „Ein Bewerbungsprozess fraß zu viel Zeit. Ich habe ihn umgebaut, 70 % Zeit gespart – nicht als Heldentat, sondern weil es nötig war. Solche Lösungen prägen meine Arbeit.“
Das ist konkret, zeigt deinen Ansatz und bleibt bodenständig.
Belege es mit Ergebnisse
Zahlen und Fakten geben deiner Geschichte Gewicht. Sie beweisen, dass du nicht nur redest, sondern lieferst. Aber übertreib’s nicht – halte es realistisch. Wenn du keine Zahlen hast, nenne qualitative Erfolge.
Beispiel: „Ich habe Workflows gestrafft, sodass Projekte pünktlich im Budget landeten. Ein CRM-System lief danach wie geschmiert – kein Hexenwerk, nur praktisch.“
Das zeigt Wirkung ohne Überhöhung.
Bring dich selbst ein
Hier darf deine Persönlichkeit rein. Was macht dich aus? Werte, Hobbys, Ansichten – etwas, das dich menschlich macht. Es muss nicht viel sein, aber es rundet ab.
Beispiel: „Privat finde ich beim Tauchen Ruhe – unter Wasser lernt man, sich anzupassen und den Fokus zu halten. Das prägt meine Arbeit: Lösungen finden, nicht Probleme wälzen.“
Kurz, persönlich, mit Bezug zur Arbeit.
Schließ mit einer Einladung
Was soll nach dem Lesen passieren? Gib einen Anstoß – ohne Druck. Ein klarer Call-to-Action (CTA) motiviert, den nächsten Schritt zu machen.
Beispiel: „Lass uns sprechen, wie ich dein Business stärken kann – schau auf meine Website oder vernetz dich mit mir.“
Direkt, freundlich, effektiv.
Was du lassen solltest
Während du deine Geschichte erzählst, ist es wichtig, einige Dinge zu vermeiden:
🛑 Keine lange Liste von Fähigkeiten Dein „Über mich“-Bereich ist keine Aufzählung deiner Fähigkeiten. Diese gehören in den entsprechenden Bereich auf LinkedIn. Stattdessen solltest du dich auf die Geschichte konzentrieren, die diese Fähigkeiten erklärt.
🛑 Zu viele Fachbegriffe Jeder sollte verstehen, was du tust, unabhängig davon, aus welchem Bereich sie kommen. Vermeide es, zu technisch zu werden. Verwende stattdessen eine klare und einfache Sprache, die auch für Nicht-Experten verständlich ist.
🛑 Vermeide Klischees Floskeln wie „Ich bin ein kreativer Problemlöser“ oder „Ich arbeite hart, um Ziele zu erreichen“ können leicht als leer empfunden werden. Sei konkret und einzigartig.
Deine Geschichte lebt
Der „Über mich“-Bereich ist ein lebendiger Text, der sich mit deiner Entwicklung weiter verändern kann. Wenn sich deine Ziele oder Erfahrungen ändern, solltest du deinen Text anpassen. Dein Profil sollte immer ein authentisches Abbild von dir und deinem beruflichen Werdegang bleiben. Deine Geschichte wird dich begleiten und weiterentwickeln – und dein LinkedIn-Profil ebenso.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du dein LinkedIn-Profil insgesamt auf das nächste Level hebst, dann schau dir auch die anderen Bereiche deines Profils an. Das geht von deiner Headline bis hin zu deiner Berufserfahrung. Und für eine umfassende Anleitung dazu, wie du dein gesamtes LinkedIn-Profil optimierst, findest du in meinem Artikel „Erfolgreiches LinkedIn-Profil erstellen und optimieren“ noch tiefere Einblicke und praxisnahe Tipps.
Dein Schlüssel zum Erfolg
Dieser Abschnitt ist mehr als Worte. Er zeigt, wer du bist, was du kannst und warum das zählt. Nutze ihn richtig, und du weckst Interesse, baust Verbindungen auf, öffnest Türen. Deine Geschichte ist dein Markenzeichen – erzähl sie klar, ehrlich, mit Wirkung.
Geh hin und erzähle deine Geschichte. Mach dein LinkedIn-Profil zu deinem persönlichen Markenauftritt. Und vergiss nicht: Deine Geschichte entwickelt sich ständig weiter – halte sie lebendig und aktuell.
Für weiterführende Tipps zur Optimierung deines LinkedIn-Profils, schau dir auch diesen Post: „In der Kürze liegt die Würze“ – Deine LinkedIn-Headline als Markenbotschaft" an.
Für eine detaillierte Anleitung zur Präsentation deiner Berufserfahrung, besuche diesen Post: „So stellst du deine Berufserfahrung auf LinkedIn optimal dar“.
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